Warum wir bei Empire Saddles bewusst graue Wolle wählen
Bei Empire Saddles treffen wir täglich Entscheidungen, die nicht immer sichtbar sind, aber das Verhalten eines Sattels im Gebrauch beeinflussen. Eine dieser Entscheidungen betrifft die Füllung der Schabracken: Schafwolle.
Schafwolle wird schon lange für Schabracken verwendet, und das aus gutem Grund. Das Material absorbiert Stöße, hilft bei der Temperaturregulierung, leitet Schweiß ab und kann angepasst werden, wenn sich ein Pferd im Laufe der Zeit verändert. Das macht Wolle praktisch und flexibel – genau das, was man für einen gut sitzenden Sattel braucht.
Nicht alle Schafswolle ist gleich
Weniger bekannt ist, dass sich Schafwolle nicht immer gleich verhält. Innerhalb der Wolle gibt es deutliche Unterschiede, insbesondere zwischen grauer und weißer Wolle. Diese Unterschiede spielen eine Rolle dabei, wie lange ein Sattel seine Form und seinen Halt beibehält.
Bei Empire achten wir nicht nur darauf, wie sich ein Sattel am ersten Tag anfühlt, sondern vor allem darauf, wie er sich nach Monaten und Jahren des Gebrauchs verhält.
Warum wir graue Wolle wählen
Graue Wolle wird in der Regel weniger verarbeitet als weiße Wolle. Die Wolle wird gewaschen und kardiert, bleibt aber ansonsten nahe an der natürlichen Struktur der Faser. Die graue Farbe entsteht durch natürliche Variationen im Schafsfell, nicht durch Bleichen oder Färben.
Da die Faser weniger behandelt wird, bleibt graue Wolle widerstandsfähiger. In der Praxis bedeutet dies:
- die Wolle weniger schnell durchhängt
- die Kissen behalten ihre Form länger bei
- Unterstützung bleibt stabiler
Für Sättel, die regelmäßig benutzt werden, ist dies ein großer Vorteil.
Und was ist mit weißer Wolle?
Weiße Wolle ist oft feiner und weicher in der Textur. Das kann sich zunächst angenehm anfühlen, aber diese Wolle komprimiert sich schneller. Daher muss der Sattel in der Regel schneller neu gepolstert werden, damit er wieder richtig stützt.
Das macht weiße Wolle nicht unbedingt zu einer falschen Wahl, aber zu einer, die auf lange Sicht häufiger gepflegt werden muss.
Was bedeutet das für Pferd und Reiter?
Der Unterschied zwischen grauer und weißer Wolle besteht nicht in spektakulären Veränderungen, sondern in subtilen, lang anhaltenden Effekten. Graue Wolle bleibt länger stabil, stützt sich gleichmäßiger ab und verträgt Feuchtigkeit beim Fahren besser.
Das sind genau die Eigenschaften, die wir als Sattler schätzen: keine schnellen Lösungen, sondern Materialien, die ihre Aufgabe erfüllen.
Kleine Entscheidungen machen den Unterschied
Ein guter Sattel besteht aus vielen solcher Details. Sie fallen nicht immer auf, aber sie bestimmen, wie ein Sattel im täglichen Gebrauch funktioniert.
Unsere Wahl von grauer Schafwolle ist eine davon. Nicht, weil sie hübscher klingt, sondern weil sich in der Praxis zeigt, dass sie länger hält und besser gestützt wird – sowohl für Pferd als auch für Reiter.


















